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Nachwuchs der DJK Sportgemeinschaft St. Ingbert erobert die Pfalz

** Vielen Dank Lars für diesen tollen Bericht **

 

 

Nach vielen Jahren Wochenendfreizeit im Ökodorf Losheim, wovon man mit der Zeit so manche Geschichte zu erzählen hat, die nicht nur den Kindern, sondern auch den Betreuern heute noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sehnte man sich in St. Ingbert in diesem Jahr erstmals nach einem neuen Abenteuer… und man wurde auch fündig!

Vom 23.-25. August wagten wir uns als eingefleischte Saarländer erstmals über die Landesgrenzen hinaus und besuchten das Camp Dietrichingen, welches etwa 15 Autominuten hinter Zweibrücken liegt. Diese Idee war zwar aus der Not heraus geboren, wie Jugendausschussvorsitzende Claudia Huppert zugab, jedoch sollten viele neue Erlebnisse und Abenteuer auf die jungen DJK`ler warten.

Als die DJK-Geschäftsstelle erstmalig Kontakt nach Dietrichingen aufnahm, wurde schnell klar, dass die Kinder- & Jugendfreizeit der DJK-SG St. Ingbert eine neue Zukunft hat. Denn in jedem Satz wurde deutlich, wieviel Herzblut und Energie der Waldläufer Mittelalterverein e.V. als Betreiber der Anlage in das Camp steckt, so Huppert weiter. Auch deshalb wurde das Wochenende schon Monate zuvor von Allen mit Hochspannung erwartet und es stellte sich natürlich im Vorhinein die Frage, ob Dietrichingen mit dem allseits bekannten Ökodorf Losheim mithalten und den Kindern mehr als nur ein entspanntes Freizeitwochenende bieten könnte.

Doch diese Bedenken wurden bereits kurz nach der Ankunft am Freitag bei Seite gelegt. Nachdem die Kids ihre Zimmer bezogen, erkundeten sie die Vielfalt des Camps, welches bereits seit dem Jahr 2003 betrieben wird und ein gemeinsames Projekt des Zweibrücker Schullandheimes, des Deutschen-Roten-Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes war. Mit dem Beachfeld, der großen Wiesenfläche und der Grillstelle war schnell für Unterhaltung gesorgt. Weitere Highlights war ein handgefertigtes Holzhüttendorf mitten im umzäunten Waldgelände des Camps und nicht zuletzt Schaf Elsbeth, welches von den Campbetreibern liebevoll „unser Therapieschaf“ genannt wurde und dessen Gehege sich hinter dem Schlaftrakt am Rande des Camps befindet. Mit Begeisterung und Tierliebe bekam Elsbeth an diesem Wochenende die ein und andere Handvoll Gras und Streicheleinheit, was die Kinder zusätzlich mit der Natur verbinden sollte.

Da Langeweile in Dietrichingen ein Fremdwort ist, stand bereits am ersten Abend etwas ganz besonderes auf dem Plan. Bei eintretender Abenddämmerung bekamen wir Besuch von den beiden für das angrenzende Waldgebiet zuständigen Jägerinnen. Mit ihrem kleinen, kinderfreundlichen Jagdhund “Jule” im Gepäck wurden sie am Lagerfeuer des Camps empfangen und stimmten die Kids auf eine Nachtwanderung durch Wald und Felder ein. Sie berichteten von gefährlichen Tieren, die uns im Wald begegnen könnten und gaben Verhaltenshinweise, um das Wild nicht zu erschrecken. Bereits die kurze Einführung verschlug dem ein oder anderen Abenteuerlustigen bereits den Atem.

Nach einer schaurigen und erlebnisreichen Wanderung entlang dichter Wälder und riesiger Maisfelder, in denen vom aufmerksamen Zuhörer das Grunzen des ein oder anderen Wildschweins vernommen werden konnte, erwartete die jungen DJK`ler ein Lagerfeuer und Stockbrot zur Stärkung. Der Abend klang dann dank musikalischer Untermalung unseres Betreuerduos Olli & Jana mit Gitarre und Gesang aus.

Auch am Samstag und Sonntag stand noch so einiges auf dem Programm. Nach dem gemeinsamen Frühstück konnten sich die Kinder mit Ballspielen, Wikinger-Schach, Ton Töpfern, Kürbis-Konfitüre kochen oder Färben von selbst mitgebrachten T-Shirts mit der sogenannten „Batik“-Methode die Zeit vertreiben. Auch bei einer Wasserschlacht mit unzähligen Spritzpistolen wurde sich noch einmal richtig ausgetobt, bei der weder Jung noch Alt trocken davon kamen. Für diejenigen, die es ruhiger ausklingen lassen wollten, stand das Fertigen von Freundschaftsbändern auf dem Programm.

Am frühen Sonntagnachmittag wurden wir schließlich von den Verantwortlichen des Camps herzlich verabschiedet. Dabei hatte jeder noch einmal die Gelegenheit, sein eigenes persönliches Resümee des Wochenendes zu ziehen. Dabei wurde uns auch verkündet, dass das Camp Dietrichingen ab dem kommenden Jahr eine weitere Attraktion für seine Besucher bereithält. Denn es soll hier eine „Trollschmiede“ entstehen, in der auch die Kleinsten schon die Möglichkeit haben, ihre eigenen Werkzeuge gießen und formen zu können.

Mit großer Freude lässt sich zusammenfassen, dass es nicht nur für die Kinder ein unvergessliches Freizeiterlebnis war, sondern auch für die Organisatoren der DJK-SG ein durchweg positiver Schlussstrich unter das Wochenende gesetzt werden kann. Mit vielen Attraktionen und Freizeitmöglichkeiten, einer tollen idyllischen Lage am Waldrand, sauberen und geräumigen Unterkünften und nicht zuletzt einer uns entgegengebrachten Freundlichkeit, die begeisterte, wäre es sehr verwunderlich, wenn die DJK-SG St. Ingbert in Zukunft nicht mehr den Weg nach Dietrichingen finden würde.

Lars Herrmann

Jugendausschuss DJK-SG St. Ingbert


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